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	<title>nbsadmin, Autor bei Netzwerk Biblische Seelsorge</title>
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		<title>Rezension &#8211; Vom Anfang und Ende der Schizophrenie</title>
		<link>https://biblische-seelsorge.org/2019/02/22/rezension-vom-anfang-und-ende-der-schizophrenie/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbsadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2019 12:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Homepage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vom Anfang und Ende der Schizophrenie Eine neuropsychiatrische Perspektive auf das Schizophrenie-Konzept Kohlhammer, 2017 Ludger Tebartz van Elst Buchrezension Der Autor ist Professor für Psychiatrie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg. Selbst für den Fachmann ist „Schizophrenie“ ein Begriff, der nach</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://biblische-seelsorge.org/2019/02/22/rezension-vom-anfang-und-ende-der-schizophrenie/">Rezension &#8211; Vom Anfang und Ende der Schizophrenie</a> erschien zuerst auf <a href="https://biblische-seelsorge.org">Netzwerk Biblische Seelsorge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-1 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-0 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-1"><h1 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 50; line-height: 1.16;" data-fontsize="50" data-lineheight="58px">Vom Anfang und Ende der Schizophrenie</h1>
<h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 40; line-height: 1.2;" data-fontsize="40" data-lineheight="48px">Eine neuropsychiatrische Perspektive auf das Schizophrenie-Konzept<br />
Kohlhammer, 2017</h2>
<h3 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 32; line-height: 1.3;" data-fontsize="32" data-lineheight="41.6px">Ludger Tebartz van Elst</h3>
<h3 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 32; line-height: 1.3;" data-fontsize="32" data-lineheight="41.6px">Buchrezension</h3>
<p>Der Autor ist Professor für Psychiatrie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und Stellvertretender Ärztlicher Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg.</p>
<p>Selbst für den Fachmann ist „Schizophrenie“ ein Begriff, der nach mehr als 100 Jahren psychiatrischer Forschung noch immer einem Wandel unterworfen ist. Ist die Schizophrenie eine Krankheit wie Diabetes oder Parkinson? Wie sicher ist die Diagnose? Sind die Experten sich bezüglich der Ursache(n) und der Behandlung einig? Auf Fragen wie diese findet man Hinweise und Antworten im vorliegenden Buch.</p>
<p>Nach einer Beschreibung der Symptomatik und der Verlaufsformen einer „Schizophrenie“ widmet sich Tebartz van Elst der Entstehung des heutigen Schizophreniekonzepts aus geschichtlicher Sicht. Der Deutsche Psychiater Emil Kraepelin (1856–1926) fasste drei schon früher beschriebene Krankheitsformen (Hebephrenie, Katatonie, Paranoia) unter dem Begriff Dementia Praecox (frühzeitige Verblödung) zusammen. Patienten mit dieser Diagnose haben per Definition alle einen chronischen Verlauf, der mit dem Zerfall der Persönlichkeit (Demenz) endet. Wenig später wurde vom Schweizer Psychiater Eugen Bleuler (1857-1939) der Begriff Schizophrenie geschaffen. Er hat nicht nur den Namen, sondern auch die diagnostischen Kriterien verändert, so dass mehr Patienten diese Diagnose bekommen und nun auch gutartige Verläufe eingeschlossen sind. Bleuler sprach eigentlich von der Gruppe der Schizophrenien, womit schon die Heterogenität des Schizophreniekonzepts angedeutet wird. Doch davon später mehr. Einen weiteren wichtigen Beitrag zum heutigen Schizophreniekonzept hat der Deutsche Psychiater Kurt Schneider (1887-1967) geleistet. Im Gegensatz zu Bleuler stellte er für die Diagnose einer Schizophrenie seine „Symptome ersten Ranges“ (insbesondere akustische Halluzinationen („Stimmenhören“), Gedankeneingebung/Gedankenentzug und Wahnvorstellungen) in den Vordergrund.</p>
<p>In weiteren Kapiteln wird eine Beschreibung von Normalität und (psychischer) Erkrankung durchgeführt (43 Seiten). Hier wird auf die beiden Erklärungsmodelle der kategorialen Phänomene (gesund – krank) und eines dimensionalen Verständnisses (fliessender Übergang von gesund zu krank) eingegangen. Der Autor bevorzugt das zweite Erklärungsmodell und weist darauf hin, dass psychotische Erlebnisse auch bei gesunden Menschen häufiger als angenommen vorkommen. Er zitiert eine Studie aus dem Jahr 2013, in der die Häufigkeit psychotischer Erlebnisse über die gesamte Lebenszeit mit 7.2 % angegeben wird (Seite 118).</p>
<p>Im nächsten, wissenschaftlich recht anspruchsvollen, Kapitel werden neuroanatomische, neurochemische, genetische und persönlichkeitsstrukturelle Hypothesen und Modelle der „Schizophrenie“ besprochen. Auch das Vulnerabilitäts-Stress-Modell von Zubin &amp; Spring wird vorgestellt.</p>
<p>In den letzten beiden Kapiteln, die meines Erachtens die interessantesten dieses Buches sind, wird zuerst auf neuere Erkenntnisse der Neuropsychiatrie der „Schizophrenie“ eingegangen. Es werden beispielhaft einige rein somatische (körperliche) Ursachen psychotischer Symptome, die unerkannt oft zur falschen Diagnose einer Schizophrenie führen, vorgestellt. Es sind dies: 1. genetisch bedingte Stoffwechselstörungen (z.B. intermittierende Porphyrie, das 22q11-Syndrom, Niemann-Pick Typ C), 2. paraepileptische Störungen (bei etwa 7 % der Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ oder „Schizoaffektive Störung“ wurden pathologische EEG-Befunde festgestellt, Seite 173) und 3. entzündliche Prozesse/Autoimmunerkrankungen (z.B. Hashimoto-Enzephalitis). Erst vor ca. 15 Jahren wurde die grosse Bedeutung von durch Autoantikörper verursachten Enzephalitiden (Gehirnentzündungen) als Grund einer psychotischen Symptomatik nachgewiesen (siehe die Internetseite des „Deutsches Netzwerk zur Erforschung der autoimmunen Enzephalitis (GENERATE)“ weiter unten).</p>
<p>Sechzehn über das Buch verteilte Kasuistiken (Beschreibung von Krankheitsfällen) verdeutlichen in hilfreicher Weise die Vielfalt von möglichen körperlichen Ursachen für die Symptomatik einer „Schizophrenie“.</p>
<p>Abschliessend wird das Für-und-Wider des Schizophreniebegriffs diskutiert. Bei der heutigen Definition der „Schizophrenie“ handelt es sich um ein Konstrukt, das es so nicht gibt. Um es mit den Worten eines der Führer der deutschen Schizophrenieforschung, Prof. Heinz Häfner vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim zu sagen: „Das Konstrukt einer Krankheitseinheit Schizophrenie des frühen Emil Kraepelin lässt sich nicht erfolgreich verteidigen. (…). Eine Vielzahl von verschiedenen körperlichen und psychischen Ursachen kann zur Diagnose einer Schizophrenie führen“. Des Weiteren ist noch zu erwähnen, dass auch die verschiedenen Subtypen sehr unterschiedlich sind. Der bei uns am häufigsten vorkommende Typ ist die „paranoid-halluzinatorische Schizophrenie“. Bei der Katatonie handelt es sich wahrscheinlich um eine eigenständige Krankheit, die gut auf eine Behandlung mit Benzodiazepinen (Lorazepam) und EKT (Elektrokrampftherapie) anspricht. Die Vielgestaltigkeit der Symptomatik und des Verlaufs nährt auch Zweifel an einer präzise definierten Krankheit „Schizophrenie“ (Seite 199). Dass die „Schizophrenie“ keine einheitliche Krankheit, sondern ein Sammelsurium von ganz verschiedenen Krankheiten und funktionellen Störungen ist, würde auch plausibel erklären, dass trotz grossem finanziellem und personellem Aufwand auf diesem Gebiet in den letzten Jahrzehnten keine wesentlichen Fortschritte erzielt wurden.</p>
<p>Im Kapitel „Die Alternative – die Schizophrenien im nächsten Jahrhundert“ (ab Seite 214) schlägt der Autor aus der Sicht des Neuropsychiaters eine sehr hilfreiche neue Sichtweise der „Schizophrenie“ vor. Tebartz van Elst plädiert für die Abschaffung der „Schizophrenie“. Je nach Ursache der Symptomatik würde man dann etwa von einer „NMDA-Rezeptor-Enzephalitis mit paranoid-halluzinatorischem Syndrom“ oder von einer „paraepileptischen Katatonie“ sprechen. Der Autor macht auch sehr gute Vorschläge bezüglich einer adäquaten Anamnese (im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuelle Erkrankung) und der indizierten klinischen Untersuchungen (EEG, bildgebende Verfahren, Laboruntersuchungen), die so meist nicht ausgeführt werden. Es bleibt zu ergänzen, dass die Liste der möglichen somatischen Ursachen einer „Schizophrenie“ noch viel länger als in diesem Buch angedeutet ist. Neben (ererbten) metabolischen Störungen, Epilepsien und autoimmun induzierte Hirnentzündungen sind auch noch Infektionen (Viren, Bakterien, Parasiten), verschiedene Karzinome, Hormonstörungen (z.B. Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere), Drogenmissbrauch, Nebenwirkung von Medikamenten, Nährstoffmangel (z.B. Vitamine B3 &amp; B12), entzündliche Erkrankungen (z.B. Lupus, Sjögren), Hirnverletzungen u. a. zu nennen (siehe auch unter weiterführender Literatur). Daneben gibt es auch rein psychogen verursachte „Schizophrenien“ (z.B. durch Traumata).</p>
<p>Die Diagnose einer „Schizophrenie“ und ihrer Subtypen (Diagnoseschlüssel: F 20) erfolgt ausschliesslich auf der Grundlage von Symptomen nach dem zurzeit noch gültigen Diagnosemanual der WHO, dem ICD-10 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen, Kapitel V (F)). Eine Unterscheidung, ob diese Symptome als Folge einer körperlichen Problematik oder psychogen verursacht sind, ist so nicht möglich. Die Behandlung erfolgt dann in der Regel im Rahmen einer reinen Symptomunterdrückung mit Neuroleptika (Antipsychotika).</p>
<p>Abschliessend sollen die Konsequenzen einer falschen Sicht der „Schizophrenie“ erläutert werden. Für die richtige Therapie ist die richtige Diagnose unabdingbare Voraussetzung. So wie in der Zeit vor den Antibiotika viele Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ unter einer Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum (Erreger der Syphilis/Lues) litten, die die einzige Ursache der psychischen Symptomatik war, so ist auch heute davon auszugehen, dass bei einem gewissen Anteil der „Schizophrenen“ eine körperliche Erkrankung die Ursache der psychotischen Symptomatik ist. Bei Vorliegen solch einer somatischen Problematik muss diese zielgerichtet behandelt werden (z. B. mit Antibiotika, Kortison oder Antiepileptika). Die psychische Symptomatik wird dann von alleine zurückgehen. Eine internistische und eine neurologische Abklärung sollte immer durchgeführt werden, um Fehldiagnosen und unnötiges jahrelanges Leiden zu verhindern. Dies ist im Nachhinein auch bei einer „Therapieresistenz“ unbedingt angezeigt. Entsprechende Untersuchungen werden u. a. an der Universitätsklinik in Freiburg i. Br. durchgeführt.</p>
<p>In diesem Buch wird die „Schizophrenie“, wie der Untertitel schon sagt, aus der Perspektive der Neuropsychiatrie betrachtet, die diese Störungsbilder als durch eine Funktionsstörung des Gehirns verursacht versteht. Diese Perspektive hat ihre Grenzen und kann nur einen Teil der „Fälle“ erklären. Weder psychisch verursachte (d.h. psychogene) Psychosen werden berücksichtigt, noch Psychosen, deren organische Ursache (noch) nicht gefunden wurde (d.h. die weiterhin als „endogen“ bezeichnet werden). Die vorgestellte Sichtweise und Kritik am heutigen Schizophreniekonzept ist gut fundiert und wird so in den gängigen Lehrbüchern der Psychiatrie nicht gefunden. Auch für so manchen praktizierenden Psychiater handelt es sich hier um „Neuland“.</p>
<p>Was kann der Seelsorger aus diesem Buch für seinen Umgang mit Betroffenen lernen?<br />
Zusammenfassend einige wichtige Aussagen:<br />
1. „Schizophrenie“ ist keine Krankheit, sondern ein Konstrukt (Etikett), unter dem verschiedene Symptome zusammengefasst werden. Sie ist keine Krankheit wie Parkinson oder Diabetes, sondern vielmehr ein Sammelsurium von ganz verschiedenen körperlichen Erkrankungen und psychischen Problemen, die sich in einer ähnlichen Symptomatik äussern.<br />
2. Eine „Schizophrenie“ wird auf der Grundlage von Symptomen (Fragebogen) diagnostiziert. Eine Unterscheidung oder gar Identifikation der Ursachen ist so nicht möglich.<br />
3. Der Übergang zwischen „normal“ und „krank“ ist fliessend. Eine genaue Abgrenzung ist nicht möglich.<br />
4. Ein Teil der Menschen mit der Diagnose „Schizophrenie“ hat als Ursache eine ausschliesslich körperliche Erkrankung/Problematik. Bei einer entsprechenden somatischen Therapie oder Vermeidung des auslösenden Faktors geht die Symptomatik in der Regel ohne Psychopharmaka zurück.<br />
5. Die Diagnose „Schizophrenie“ ist sehr ernst und hat oft weitreichende Auswirkungen im Leben der Betroffenen. Aus diesem Grund sollte in jedem Fall eine umfassende internistische und neurologische Untersuchung durchgeführt werden, um behandelbare körperliche Erkrankungen auszuschliessen. Diese wurde von den behandelnden Ärzten oft nicht, oder nicht umfassend genug, durchgeführt.</p>
<p>Für diejenigen, die sich intensiver mit dieser Thematik beschäftigen wollen, stellt dieses Buch eine gute und zeitgemässe Ergänzung dar, die wir gerne empfehlen.<br />
Denen, die auch ohne das Buch einen weiteren Einblick in diese Thematik erhalten möchten, seien die weiter unten aufgeführten Beiträge und der Vortrag von Prof. Tebartz van Elst empfohlen.</p>
<p>Dr. rer. nat. Martin Schumacher<br />
Weihnachten 2018</p>
<p><strong>Beiträge und Vortrag zum Thema</strong><br />
Schizophrenie &#8211; Eine Autoimmunerkrankung?<br />
<a href="https://www.swr.de/odysso/das-ende-der-schizophrenie/-/id=1046894/did=21312316/nid=1046894/1x6iu1a/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.swr.de/odysso/das-ende-der-schizophrenie/-/id=1046894/did=21312316/nid=1046894/1x6iu1a/index.html</a></p>
<p>Krise der Psychiatrie: Diagnosendämmerung<br />
<a href="https://www.deutschlandfunk.de/krise-der-psychiatrie-diagnosendaemmerung.740.de.html?dram:article_id=431710" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.deutschlandfunk.de/krise-der-psychiatrie-diagnosendaemmerung.740.de.html?dram:article_id=431710</a></p>
<p>Vortrag &#8222;Gehirn und Krankheit &#8211; Die Abschaffung der Schizophrenie?<br />
Die Neudefinition der psychiatrischen Krankheiten&#8220; am Universitätsklinikum Freiburg (2015) <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bB_87iL_3Kc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.youtube.com/watch?v=bB_87iL_3Kc</a></p>
<p>Deutsches Netzwerk zur Erforschung der autoimmunen Enzephalitis (GENERATE)<br />
<a href="https://generate-net.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://generate-net.de/</a></p>
<p>Ein Verzeichnis der Zentren in Deutschland und dem nahen Ausland, in denen diese Untersuchungen durchgeführt werden, findet man hier:<br />
<a href="https://generate-net.de/zentren.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://generate-net.de/zentren.html</a></p>
<p><strong>Weiterführende Literatur</strong><br />
James Morrison, When Psychological Problems Mask Medical Disorders, Guilford Press,<br />
New York 2015</p>
<p>Robert Taylor, Psychological Masquerade – Distinguishing Psychological from Organic<br />
Disorders, 3rd Edition, Springer, New York 2007</p>
<p>Rudolf Cardinal &amp; Edward Bullmore, The Diagnosis of Psychosis, Cambridge University Press, Cambridge 2011</p>
<p>Anthony David u. a., Lishman’s Organic Psychiatry, 4th Edition, Wiley, Oxford 2012</p>
<p>Ghazi Asaad, Understanding Mental Disorders Due To Medical Conditions Or Substance Abuse: What Every Therapist Should Know, Brunner/Mazel, Florence 1995</p>
<p>Raymond Lake, Schizophrenia is a Misdiagnosis, Springer, New York 2012[:]</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Warum ich? Trost aus Psalm 10</title>
		<link>https://biblische-seelsorge.org/2017/05/19/warum-ich-trost-aus-psalm-10/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbsadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 May 2017 10:00:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Homepage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute stellen wir ein Buchkapitel aus David Powlisons „Seelsorge im Licht der Bibel“ vor. In diesem Buch geht es darum, die Menschen und die Probleme in ihrem wirklichen Leben zu verstehen. Powlison schreibt: „Mein Ziel in diesem Buch ist es, uns dabei zu helfen, dass wir im Kontext der Seelsorge Gott sehen. Wie können</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://biblische-seelsorge.org/2017/05/19/warum-ich-trost-aus-psalm-10/">Warum ich? Trost aus Psalm 10</a> erschien zuerst auf <a href="https://biblische-seelsorge.org">Netzwerk Biblische Seelsorge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-2 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-1 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-2"><p>Heute stellen wir ein Buchkapitel aus David Powlisons „<a href="https://www.3lverlag.de/seelsorge-im-licht-der-bibel.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seelsorge im Licht der Bibel</a>“ vor. In diesem Buch geht es darum, die Menschen und die Probleme in ihrem wirklichen Leben zu verstehen. Powlison schreibt: „<em>Mein Ziel in diesem Buch ist es, uns dabei zu helfen, dass wir im Kontext der Seelsorge Gott sehen. Wie können wir sehen, was er sieht, hören, was er sagt, und tun, was er tut? Wenn wir das begreifen, werden wir den Menschen mit mehr Verständnis begegnen und sind noch besser befähigt, ihre Seele zu heilen.</em>&#8220;<br />
Gottes Stimme spricht in das wirkliche Leben hinein! Um die Probleme des täglichen Lebens aufgreifen, erforschen und enträtseln zu können, müssen wir versuchen, das echte Leben durch Gottes Augen zu interpretieren. In Kapitel 5 wendet der Autor Psalm 10 auf Menschen in leidvollen Situationen an.</p>
<h1 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 50; line-height: 1.16;" data-fontsize="50" data-lineheight="58px">Warum ich? Trost aus Psalm 10</h1>
<p>Helens Mann hat sie betrogen. Lange Jahre hat er den treuen Ehemann und Vater gespielt, der die Familie versorgt und sogar in die Kirche geht. Aber nebenher hatte er, ohne dass Helen etwas geahnt hätte, in drei verschiedenen Städten eine Geliebte. Helen hatte ihm sämtliche Finanzfragen überlassen, auch die halbe Million Dollar, die sie geerbt hatte. Er hat das Geld unter seinem Namen angelegt, einen großen Teil davon verspielt oder zur Finanzierung seines unmoralischen Lebensstils verwendet und sogar noch Schulden gemacht. Helen hat von allem nichts gewusst, aber ihr blieben andere böse Dinge nicht verborgen. Über Jahre hinweg hatte er sie zu sexuellen Praktiken gezwungen, die ihr zutiefst zuwider waren. In der Öffentlichkeit hatte er sich gutmütig gezeigt, zu Hause jedoch war er zänkisch und drohte sogar, sie zu schlagen. Regelmäßig bedachte er sie mit Schimpfworten und an jedem Problem gab er ihr die Schuld.<br />
Helen litt schweigend bis durch den Konkurs sein Doppelleben ans Licht kam. Helen war Christ und hatte in allem sexuellen und verbalen Missbrauch bei Gott ihre Zuflucht gesucht. Aber als ihr Leben zerbrach, kam sie sich schutzlos und verlassen vor. Die ganze Zeit hatte sich ihr durchaus echter Glaube an Gott mit dem Hang vermischt, den Schein zu wahren. „Lass dir nicht anmerken. Tu so, als wer nichts, dann wir schon alle gut.“ Aber jetzt konnte sie nicht mehr so tun als ob, Sie hatte ein Problem.<br />
Was sollte sie sagen? Was sollte sie denken? Was tun? Wo ist Gott in einer solch verheerenden Situation? Gott kennt unser Herz, Er weiß schon im Voraus, was wir solche Fragen in stürmischen Zeiten stellen. Und sein Wort gerade solchen Menschen in solchen Situationen Hoffnung, Kraft und Trost zu. Psalm 10 zum Beispiel wurde für Menschen geschrieben, die zum Opfer andere geworden sind. Für Menschen wie Helen. Er spricht von Klage und Zuversicht. Er handelt nicht vom So-tun-als-ob, sondern davon, wie man der Wahrheit und der Realität ins Auge sieht.</p>
<p>Wenn du mehr lesen willst, kannst du dir das Kapitel 5 hier als PDF herunterladen: <a href="/wp-content/uploads/2020/12/Seelsorge-im-Licht-Leseprobe.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seelsorge im Licht der Bibel – Leseprobe</a>.</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Den Kampf des Herzens verstehen</title>
		<link>https://biblische-seelsorge.org/2015/08/27/den-kampf-des-herzens-verstehen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbsadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 06:48:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Homepage]]></category>
		<category><![CDATA[Motivationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute stellen wir euch ein Buchkapitel aus dem Biblische Seelsorge Klassiker “Werkzeuge in Gottes Hand” von Paul David Tripp zur Verfügung. In diesem Buch geht es darum, dass durch jeden Einzelnen in der Gemeinde Veränderung und Wachstum in Christus bei seinem Nächsten bewirkt werden kann. Der Fokus dieser Veränderung ist das menschliche Herz. Das</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://biblische-seelsorge.org/2015/08/27/den-kampf-des-herzens-verstehen/">Den Kampf des Herzens verstehen</a> erschien zuerst auf <a href="https://biblische-seelsorge.org">Netzwerk Biblische Seelsorge</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-3 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-2 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-3"><p>Heute stellen wir euch ein Buchkapitel aus dem Biblische Seelsorge Klassiker <a href="https://www.3lverlag.de/seelsorge/werkzeuge-in-gottes-hand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Werkzeuge in Gottes Hand” </a>von Paul David Tripp zur Verfügung. In diesem Buch geht es darum, dass durch jeden Einzelnen in der Gemeinde Veränderung und Wachstum in Christus bei seinem Nächsten bewirkt werden kann. Der Fokus dieser Veränderung ist das menschliche Herz. Das fünfte Kapitel hilft uns, &#8230;</p>
<h1 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 50; line-height: 1.16;" data-fontsize="50" data-lineheight="58px">Den Kampf des Herzens verstehen</h1>
<p>Sie waren wieder mitten drin, in ihrem zigsten verbalen Schlagabtausch des Jahres. Der Streit begann wegen einer Bagatelle, und er würde nur wieder ein neues Scharmützel auslösen. Ich wartete ab und hörte zu, aber mit wachsendem Zorn, dass ich zum tausendsten Mal in die Rolle des Schiedsrichters gedrängt wurde. Eine hinterhältige Bemerkung folgte der anderen – wie aus der Pistole geschossen. Sie kämpften voller Hingabe und mit großem Geschick. Ihre Waffen waren verletzende Worte. Schließlich wurde es mir zu bunt. Mit einem lauten Knall klappte ich mein Buch zu und rannte erbost die Treppe hinauf. Ich sagte ihnen, was ich von ihren kleinlichen, egoistischen Kriegen hielt. Sie entgegneten, ich würde sie nicht verstehen. Ich meinte daraufhin, ich hätte mehr gelernt und wieder vergessen als sie jemals verstehen würden. Dann begannen sie, sich gegenseitig und auch mich zu beschuldigen, weil ich nicht schon eher eingegriffen hätte! Plötzlich merkte ich, was ich wirklich sagte. Ich war nicht der Friedensstifter, der ich sein wollte, sondern ich hatte mich als Guerilla an ihrem Kleinkrieg beteiligt. Der Konflikt hörte wegen meiner Anwesenheit nicht auf, nein, er hatte sich ausgeweitet. Ich bat sie für einen Moment um Ruhe. Dann bat ich sie um Vergebung und meinte, jetzt wolle ich beten. Danach setzten wir uns zusammen und redeten darüber, wie es ist, wenn man in einem ständigen Kleinkrieg lebt.</p>
<p>Gibt es in Ihrem Leben auch Konflikte oder Streit? Erleben Sie Augenblicke extremer Irritation bei jemandem, den Sie sonst sehr gern haben? Gibt es in Ihrem Leben Leute, die Sie auf die Palme bringen? Gehen Sie fast täglich bei bestimmten Dingen sofort in die Luft? Hatten Sie viele Konflikte im letzten Jahr, im letzten Monat, in der letzten Woche? Wie ist es am heutigen Tag gewesen? Wenn Sie eine typische Woche Ihres Lebens wie einen Videofilm ablaufen lassen könnten, würden Sie sehen, dass es in Ihrem Umfeld eine überraschende Menge von Streit und Spannung gibt. So etwas ist eine der wichtigsten Auswirkungen des Sündenfalls, und es gehört nicht viel dazu, Konflikte zu schüren.</p>
<p>Ein Anlass könnte die morgendliche Benutzung des Badezimmers sein. Sie müssen sich beeilen, damit Sie pünktlich zur Arbeit kommen. Sie gehen den Flur entlang, und siehe da: Die Tür zum Bad ist zu. Ihnen ist bestimmt noch nie der Gedanke gekommen: „Ach wie schön, dass wenigstens einer aus der Familie pünktlich fertig sein wird!“ Stattdessen brüllen Sie die Tür an: „Wer ist da drin?“ Jetzt passiert etwas Interessantes: Sie werden keine präzise Antwort bekommen! Meistens hören Sie nur: „Ich bin’s.“ Sie entgegnen: „Wer ist ‚Ich‘? Sag’ dieser Person, dass ich jetzt sofort da rein muss!“</p>
<div class="page" title="Page 3">
<div class="layoutArea">
<div class="column">
<p>Vielleicht ist Ihr Konflikt ernster als der Kampf ums Badezimmer. Vielleicht hat sich Ihre Ehe zu einem Zyklus aus Irritationen verwandelt, gefolgt von verletzenden Bemerkungen, die zu einer Serie von Kleinkriegen ausarten. Oder Sie haben mit jemandem, der einmal Ihr bester Freund war, so etwas wie einen stillschweigenden Waffenstillstand geschlossen. Oder vielleicht gibt es in Ihrem weiteren Familienkreis schlimme Probleme. Vielleicht wollen Sie mit bestimmten Leuten aus Ihrer Verwandtschaft nie wieder etwas zu tun haben. Wenn Sie an diese Verwandten denken, ist Ihr Herz voller Zorn und Bitterkeit.</p>
<p>Vielleicht ist es auch der Arbeitskollege in Ihrer Abteilung. Er kritisiert jeden Vorschlag, den Sie machen und legt Ihnen ständig Steine in den Weg. Sie nehmen weite Umwege in Kauf, um bloß nicht an seinem Schreibtisch vorbeizukommen. Die Besprechungen, die Sie immer so gern mitgemacht haben, sind Ihnen inzwischen ein Gräuel. Sie sind davon überzeugt, dass er an Ihrem Stuhl sägt, und Sie sind fest entschlossen, das zu verhindern.</p>
<p>Überall um uns herum gibt es Konflikte, von kleinen Streitereien bis hin zu totalen Kriegen. Niemand von uns ist dagegen immun. Ein Konflikt ist im Grunde ein aufschlussreiches Fenster in unser Herz. Der Text in Jakobus 4, 1-10 greift das Thema „Konflikt“ auf, um uns wichtige Einblicke in den täglichen Kampf des Herzens zu geben.</p>
<blockquote>
<p>„Woher kommen die Kämpfe und die Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von den Lüsten, die in euren Gliedern streiten? Ihr seid begehrlich und habt es nicht, ihr mordet und neidet und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und kämpft, doch ihr habt es nicht, weil ihr nicht bittet. Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr in böser Absicht bittet, um es in euren Lüsten zu vergeuden. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisst ihr nicht, dass die Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer also ein Freund der Welt sein will, der macht sich zum Feind Gottes! Oder meint ihr, die Schrift rede umsonst? Ein eifersüchtiges Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt; umso reicher aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht er: ‚Gott widersteht den Hochmütigen; den Demütigen aber gibt er Gnade‘. So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch; naht euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und heiligt eure Herzen, die ihr geteilten Herzens seid! Fühlt euer Elend, trauert und heult! Euer Lachen verwandle sich in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit! Demütigt euch vor dem Herrn, so wird er euch erhöhen.“</p>
</blockquote>
<div class="page" title="Page 4">
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<div class="column">
<h1 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 50; line-height: 1.16;" data-fontsize="50" data-lineheight="58px">Nicht am falschen Ort suchen</h1>
<p>Jakobus lässt uns aufhorchen, weil er nicht nur ein Problem anspricht, das uns alle betrifft, sondern weil er auch erklärt, warum es da ist. Möchten Sie nicht auch verstehen, warum manche Leute Sie mehr verärgern als andere, warum zwischenmenschliche Beziehungen schief gehen und Sie so schnell wütend werden? Warum ist es so schwer, diese verletzenden Worte zu vergessen? Sollten wir uns nicht überlegen, warum wir als Sünder uns besser auf den Krieg verstehen als auf den Frieden?</p>
<p>&#8230;</p>
<p>Wenn du mehr lesen willst, kannst du dir das Kapitel 5 hier als PDF herunterladen: <a href="http://biblischeseelsorge.org/wp-content/uploads/2015/08/Werkzeuge-in-Gottes-Hand-Leseprobe.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Werkzeuge in Gottes Hand &#8211; Leseprobe</a>.</p>
<p>Im Herrn verbunden.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Motivationen &#8211; Warum tun wir, was wir tun?</title>
		<link>https://biblische-seelsorge.org/2015/07/15/motivationen-warum-tun-wir-was-wir-tun/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[nbsadmin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2015 10:07:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Homepage]]></category>
		<category><![CDATA[Motivationen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hinter dem, was wir in unserem Leben tun, steht das: Warum tun wir es? Edward T. Welch fordert dazu auf, dieses "Warum" etwas genauer zu betrachten. Er gibt einen Einblick in unser Herz, das - Gottes Wort zufolge - die Quelle für alle unsere Motive ist. Hier ein Ausschnitt aus dem Heft #3, der</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="fusion-fullwidth fullwidth-box fusion-builder-row-4 nonhundred-percent-fullwidth non-hundred-percent-height-scrolling" style="--awb-border-radius-top-left:0px;--awb-border-radius-top-right:0px;--awb-border-radius-bottom-right:0px;--awb-border-radius-bottom-left:0px;--awb-flex-wrap:wrap;" ><div class="fusion-builder-row fusion-row"><div class="fusion-layout-column fusion_builder_column fusion-builder-column-3 fusion_builder_column_1_1 1_1 fusion-one-full fusion-column-first fusion-column-last" style="--awb-bg-size:cover;--awb-margin-bottom:0px;"><div class="fusion-column-wrapper fusion-flex-column-wrapper-legacy"><div class="fusion-text fusion-text-4"><p>Hinter dem, was wir in unserem Leben tun, steht das: Warum tun wir es? Edward T. Welch fordert dazu auf, dieses &#8222;Warum&#8220; etwas genauer zu betrachten. Er gibt einen Einblick in unser Herz, das &#8211; Gottes Wort zufolge &#8211; die Quelle für alle unsere Motive ist.</p>
<p>Hier ein Ausschnitt aus dem <a href="https://www.3lverlag.de/die-kleine-seelsorgereihe/motivationen-nr-3.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heft #3, der kleinen Seelsorge Reihe von 3L</a>:</p>
<h1 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 50; line-height: 1.16;" data-fontsize="50" data-lineheight="58px">Motivationen<br />
Warum tun wir, was wir tun?</h1>
<p>Menschen sind vielschichtig. Man hat sie schon mit Eisbergen verglichen (bei denen sich unter der Oberfläche bedeutend mehr verbirgt) und mit Zwiebeln (die viele Schichten haben). Verhalten ist sichtbar – Motive sind es nicht.<br />
Ein Kollege kann nett erscheinen, während er Sie die ganze Zeit dazu benutzt, die gesellschaftliche Leiter hinaufzuklettern. Eine Freundin kann mitunter gleichgültig wirken, wenn Sie ihr eine schmerzliche Erfahrung mitteilen, doch in Wirklichkeit hat sie schreckliche Angst, Sie durch falsche Worte zu verletzen. Ein erfolgreicher Sportler mag mächtig angeben und sich mit seinen Erfolgen brüsten auf dem Campus, während sich hinter seinem forschen Auftreten eigentlich nur die Bemühung verbirgt, die Ansichten seines Vaters auszuleben, nach denen man keine Schwäche zeigen darf. Niemand sieht, dass er in Angst lebt vor dem unberechenbaren Temperament seines Vaters.</p>
<p>Unsere sichtbaren Taten erzählen die eine Geschichte; unsere persönlichen Absichten können da eine ganz andere weitergeben. Hinter dem, „was wir aus unserem Leben machen“ – unseren Worten und Taten –, steht das „Warum wir es tun“ – unsere Motive.</p>
<p>Wahrscheinlich haben Sie sich über einige der „Warums“ Ihres Verhaltens schon einmal Gedanken gemacht.</p>
<blockquote>
<p>Warum habe ich nicht nach dem Weg gefragt?<br />
Warum habe ich diese Person geheiratet?<br />
Warum habe ich gerade meinen ganzen Monatslohn auf ein Rennpferd verwettet?</p>
</blockquote>
<p>Und hin und wieder sind es noch tiefere Fragen, die sich zu Wort melden.</p>
<blockquote>
<p>Warum lebe ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Oder allgemeiner gesagt: Warum tue ich, was ich tue?</p>
</blockquote>
<p>Diese Fragen tauchen für gewöhnlich dann auf, wenn wir etwas bedauern, das wir getan haben. Ansonsten verweisen wir sie gern an den Rand unseres Lebens.<br />
Der Zweck dieses Buches ist es, etwas genauer in Augenschein zu nehmen, warum wir die Dinge tun, die wir tun.</p>
<h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 40; line-height: 1.2;" data-fontsize="40" data-lineheight="48px">Motivationen sind wichtig</h2>
<p>Auch wenn wir uns nicht immer Gedanken über sie machen – Motivationen sind wichtig. Sie sind der Grund, warum wir Robin Hood mögen und den Sheriff von Nottingham verachten. Robin Hood mag der Geächtete sein, aber seine Motivation war edelmütig.<br />
Wenn sich ein Ehemann mit der besten Freundin seiner Frau trifft, um von ihr zu erfahren, was er seiner Frau schenken könnte, rechnen wir ihm das hoch an. Aber wenn er die Absicht hat, mit ihr eine Affäre anzufangen, ist er ganz klar ein Schuft.<br />
Eltern sind nicht an einem automatischen oder im Zorn ausgeübten Gehorsam ihrer Kinder interessiert. Ihnen geht es um die Einstellung ihres Kindes, mit anderen Worten, um seine Motivation. Eltern ist es wichtig, was ihre Kinder tun – und warum.</p>
<p>Oder denken wir einmal an den Bereich der Abhängigkeiten. Sei es Essen, Sex, Drogen oder Alkohol – eine Abhängigkeit scheint zwangsläufig zu sein. Der Abhängige ist wie gefangen. Nach dem Warum? zu fragen, erscheint genauso albern, wie die Frage: <em>„Warum hast du dich erkältet?“</em> Doch auch hier ist die Motivation wichtig. Hinter dem abhängigen Verhalten stehen Verlangen und Wünsche. Abhängige mögen Sklaven ihrer Sucht sein, aber zu einem gewissen Grad sind sie es freiwillig. Ihre Motivation, weiterzumachen, besteht darin, Komfort, Vergnügen, Macht, vorübergehende Schmerzfreiheit, Rache, Autonomie und Ähnliches zu erlangen. Wenn man diese möglichen Motive ignoriert, überlässt man die Menschen der Willkür ihrer süchtigen Begierden. Selbst wenn sie sich enthalten oder sich unter Kontrolle haben, werden ihre Anstrengungen nicht ausreichen, um ihre fundamentalen Motivation zu ändern.</p>
<p>Anders gesagt: Motive sind nicht nur bedeutsam, sondern in vielen Situationen müssen sie ans Licht gebracht und verändert werden. Wenn sich unsere Motivation nicht ändert, dann verändern wir uns auch nicht.</p>
<h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 40; line-height: 1.2;" data-fontsize="40" data-lineheight="48px">Beispiele von Motiven</h2>
<p>Eine Liste von möglichen Motiven würde wohl endlos werden, aber es gibt ungefähr ein Dutzend, die besonders häufig auftreten. Um herauszufinden, wodurch Sie motiviert werden, stellen Sie sich einmal folgende Fragen: <em>„Was motiviert mich?“</em> <em>„Warum tue ich, was ich tue?“</em> oder noch besser: <em>„Was will ich wirklich? Wenn ich nicht _________ habe, dann geht es mir schlecht.“</em> Hier sind einige mögliche Antworten:</p>
<ul>
<li>Vergnügen</li>
<li>Macht</li>
<li>Freiheit/ Autonomie</li>
<li>Frieden</li>
<li>Liebe/ Intimität</li>
<li>Freude</li>
<li>Bedeutung/ Ruf</li>
<li>Bequemlichkeit</li>
<li>Respekt/ Bewunderung</li>
<li>Sinn</li>
<li>Kontrolle</li>
<li>Erfolg</li>
</ul>
<p>Jedes dieser Motive hat sie vermutlich zu irgendeinem Zeitpunkt einmal veranlasst, etwas zu tun, aber manche Leute haben ihre Spezialgebiete.</p>
<ul>
<li>Der Mann, der immer dann zu spät oder unerreichbar ist, wenn es Arbeit zu tun gibt, könnte von Bequemlichkeit motiviert sein.</li>
<li>Die Ehefrau, der es furchtbar peinlich ist, wenn ein Überraschungsgast die Unordnung in ihrem Haus sieht, will ihren guten Ruf nicht verlieren.</li>
<li>Der Vater, dessen Kinder verängstigt sind und dessen Frau vorsichtig ist, sucht Macht.</li>
<li>Der Teenager, der sich aufregt, egal, um welche Zeit er zu Hause sein soll, will Freiheit.</li>
<li>Die Mutter, die für ihre Kinder nie einen Babysitter engagiert, sucht Kontrolle.</li>
</ul>
<p>Das Ganze wird noch komplizierter durch die Tatsache, dass es für ein Verhalten oft mehrere Motive gibt. Der Mann, der sich vor der Arbeit drückt, kann faul und bequem sein, aber er könnte genauso gut Respekt, Erfolg und Bedeutung suchen. Er geht der Arbeit aus dem Weg, weil er Angst hat, etwas falsch zu machen und die Ehre bei den anderen zu verlieren.</p>
<p>Denken Sie an den Teenager, der keinem außer sich selbst verantwortlich sein will und immer nörgelt, wenn die Eltern etwas von ihm wollen. Sein Inneres ist nicht so einfach gestrickt. Er könnte sich nach Unabhängigkeit sehnen, weil ihn die anderen cool finden, wenn er sich gegen seine Eltern auflehnt. Vielleicht drängt ihn das Bedürfnis nach Liebe und er will mit Freunden unterwegs sein, um schneller eine/n Freund/in zu finden. Es kann auch sein, dass er seinen Eltern sagen will: „Könnt ihr mich noch lieben, auch wenn ich nicht perfekt bin?“</p>
<h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 40; line-height: 1.2;" data-fontsize="40" data-lineheight="48px">Gottes Wort und Motivation</h2>
<p>In diesem Punkt brauchen wir mehr Orientierung. Wir wissen, dass Motive wichtig sind, aber je mehr wir sie auseinandernehmen, umso komplexer werden sie.<br />
Und was geschieht, wenn wir uns einiger unserer Motive bewusst werden und sie verstehen? Wird Einsicht uns helfen? Ist Einsicht allein genug, uns zu verändern?<br />
Wir brauchen das Wort Gottes, um uns weiter zu bringen, als wir alleine schaffen können. In Anbetracht der Tatsache, dass Motive einen so wesentlichen Teil unseres Lebens ausmachen, sollte man meinen, dass Gottes Wort etwas darüber zu sagen hat, und so ist es in der Tat. Im Grunde genommen geht es in der gesamten Bibel um Motivation.</p>
<h2 class="fusion-responsive-typography-calculated" style="--fontsize: 40; line-height: 1.2;" data-fontsize="40" data-lineheight="48px">Auf das Herz kommt es an</h2>
<p>Das Schlüsselwort hier ist das Herz. Im Wort Gottes ist das Herz der Sitz aller menschlichen Motivationen. Aus dem Herzen entspringt das Leben (s. Spr 4,23), es ist die Wurzel, die bestimmt, ob der Baum gute oder schlechte Früchte trägt (s. Jer 17,5-8; Lk 6,43-45). Das Herz ist unser wahres Ich. Das Wort Herz kommt ungefähr 1.000 Mal in der Bibel vor und kann eine ganze Bandbreite von Bedeutungen haben, doch im Kern steht es für unsere Motive.</p>
<p>Einfach gesagt, die Grundmotivation unseres Herzens lautet: <strong><em>„ICH WILL.“</em> </strong><em>„Ich will Komfort, Macht, Vergnügen, Kontrolle &#8230; für mich selbst, gegen Gott.“</em> Das Herz ist von Natur aus selbstsüchtig. Es will, was immer es will, wann immer es will. Es will von Gott weder Begrenzungen noch Richtung. Wenn unser Herz von Gott selber verändert wird, dann werden die selbstsüchtigen und antigöttlichen Motive nicht einfach ausradiert, aber sie werden allmählich von dem Verlangen ersetzt, Gott zu lieben und für ihn zu leben.</p>
<p>Auf den ersten Blick mag diese Beschreibung nicht Ihren Erfahrungen entsprechen. Es kommt einem nicht so vor, als ginge es im Leben immer nur um Gott. Manche Menschen haben von dem wahren Gott noch nicht einmal etwas gehört; wie kann ihr Verhalten also irgendetwas mit ihm zu tun haben? Wie dem auch sei, Sie müssen nicht bewusst über Gott nachdenken, um für oder gegen ihn zu sein.<br />
Wenn ein Teenager die Regeln seiner Eltern verletzt, kommt es ihm nicht immer so vor, als rebelliere er gegen seine Eltern. Er scheint einfach das zu tun, was er tun will. Der Ungehorsam war nichts „Persönliches“, und doch war er persönlich. Er war ein Verlangen nach Freiheit gegen die Autorität der Eltern.</p>
<p>Oder denken wir einmal an Internetpornografie. Manche Leute fühlen sich zwar nicht ganz so wohl dabei und es mag auch nicht ganz anständig sein, aber es scheint niemandem zu schaden. Es tut niemandem weh und es ist einfach ein kleines Vergnügen. Aber die Realität geht tiefer als das. Menschen werden dadurch verletzt und es richtet sich gegen den Ehepartner. Es bricht das Eheversprechen, das man sich gab, und richtet sich vorrübergehend gegen die eheliche Loyalität. Wer Pornografie liebt, sagt eigentlich, dass ihm sein Ehepartner seine Wünsche nicht erfüllen kann und er sich somit dem mentalen Verrat hingeben darf, um die Befriedigung zu finden, nach der er sich sehnt. Wenn man dem Herzen noch tiefer auf den Grund geht, dann richtet sich ein solches Verhalten gegen Gott. Es sagt, dass Gott entweder blind oder weit weg ist. Denn wer würde so etwas tun, wenn er sich in der Gegenwart des Königs glaubte? Wer Pornografie liebt, impliziert, dass Gott nur eine Person ist, die begrenzt ist in ihrem Tun und darin, wo sie ist. Hinzu kommt, dass, wenn Gott sagt: „Seid heilig, denn ich bin heilig“, der Pornografieliebhaber entgegensetzt: „Nicht jetzt.“ oder „Später.“ Seine Antwort stellt das Gebot des Königs, sexuelle Reinheit zu erstreben, als einen simplen Vorschlag dar.</p>
<p>Diese Beispiele machen deutlich, dass unser ganzes Leben persönlich ist. Ob wir bewusst darüber nachdenken oder nicht, wir wissen um diesen Gott (s. Röm 1,21), den Erforscher der Herzen (s. Jer 17,10). Wir haben nicht nur eine verschwommene Ahnung, dass es einen Gott gibt oder eine „höhere Macht“. Die Bibel sagt, dass wir in unserem Herzen ein persönliches Wissen von dem Gott haben, der wahrhaft existiert. Das Problem besteht eher darin, dass wir seine aufdringliche oder Unruhe stiftende Art nicht immer mögen und versuchen, sie zu ignorieren. Wir unterdrücken die Wahrheit, die wir kennen (s. Röm 1,18-21).</p>
<p>Doch wir sind nicht immer blind in Bezug auf diese Motive. Denn wenn wir durch besonders harte Zeiten gehen, kommen plötzlich unsere „göttlichen“ Motive oft an die Oberfläche. Wir ertappen uns dabei zu sagen: „Gott, womit hab’ ich das verdient? Wie kannst du mir das antun?“ Die schwierigen Zeiten bringen unsere grundlegende Loyalität zum Vorschein. Leben wir für Gott oder für uns selbst?<br />
Sogar bei Atheisten erkennen wir ein Herz, das sich Gott zuneigt. Atheisten leben mitunter in einer tiefen Angst vor dem Tod, die zeigt, dass sie auf irgendeine Weise wissen, dass sie eines Tages dem lebendigen Gott gegenüberstehen werden. Oder sie lassen sich ihre Zukunft aus der Hand lesen, wodurch sie stillschweigend anerkennen, dass es einen überirdischen Plan gibt und es möglicherweise nicht gut steht um sie. Dieses Verhalten ist wie ein Echo von Motivationen, die sich an Gott orientieren. In ihren Herzen existiert die Frage: „Werde ich unabhängig von Gott leben oder werde ich ihn als Herrn anerkennen?“<br />
Zugegeben, wir sind uns dieser Motive nicht immer bewusst, aber das heißt nicht, dass sie nicht existieren. Alle unsere Motive sind schwer zu sehen.</p>
<p>Denken Sie einmal an die alten Israeliten. In 4.Mose 14 hatten sie gerade unvergleichliche Wunder gesehen von dem Gott, der sie als sein eigenes Volk erwählt hatte. Nachdem er sie aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt und Pharaos Armee vernichtet hatte, gab Gott ihnen ein neues, fruchtbares Land. Das Problem war, dass die Einwohner dieses Landes dachten, es sei ihres und es nicht kampflos hergeben wollten.<br />
Die Spione, die das Land erkundeten, kamen mit einem zweigeteilten Bericht zurück: Das Land war ideal, aber seine Bewohner waren sehr mächtig. An diesem Punkt fing das Volk an, sich zu beschweren und zu murren. „Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in dieser Nacht. Und alle Kinder Israels murrten gegen Mose und Aaron; und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, dass wir doch im Land Ägypten gestorben wären, oder noch in dieser Wüste sterben würden!“ (4.Mose 14,1-2).</p>
<p>In diesem Fall scheint der Vorwurf legal zu sein. Mose und Aaron hatten das Volk in ein Land geführt, in dem mächtige Krieger lebten. Das Volk Israel hingegen war geübter im Herstellen von Ziegel als in der Kriegsführung. Wer würde sich da nicht beschweren? Ihre Motivation war einfach: Sie wollten leben! Sie überlegten sich, dass ein Leben in Gefangenschaft immer noch besser war, als gar keins, worin ihnen sicher die meisten von uns Recht geben würden. Das war der Grund, warum sie sich bei Mose und Aaron beschwerten.<br />
Aber ihre Motive lagen tiefer.</p>
<blockquote>
<p>„Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange noch will mich dieses Volk verachten? &#8230; Wie lange soll ich diese böse Gemeinde dulden, die gegen mich murrt?“ (4.Mose 14, 11.27).</p>
</blockquote>
<p>Da ist sie, die Frage, die das Herz fortwährend bewegt: <em>„Wem willst du folgen, vertrauen und wen ehren?“</em><br />
Das Volk beschwerte sich über Gott. Gott selbst war ihr Führer, ihr Vater, der ihnen das Land versprochen hatte und sie in die Schlacht führen wollte. Er hatte schon die Ägypter besiegt, ohne dass ein Israelit sein Schwert hatte ziehen müssen. Er kümmerte sich um ihren täglichen Bedarf. In diesem Zusammenhang hatte die Frage Israels nach dem Warum nur mit Gott zu tun. Mose hatte schon in einem früheren Zusammenhang darauf hingewiesen:</p>
<blockquote>
<p>„Euer Murren richtet sich nicht gegen uns, sondern gegen den HERRN“ (2.Mose 16,8).</p>
</blockquote>
<p>Wir können die Motivation hinter ihrem Nörgeln so wiedergeben:<em> „Gott, wir halten dich nicht für mächtig. Wir denken nicht, dass du gut bist. Du hast uns nicht alles gegeben, was wir wollten, als wir es wollten.“</em> Ihre Motive richteten sich gegen Gott. Das Ereignis lässt sich folgendermaßen aufgliedern:</p>
<p><strong>Unsere Umstände</strong><br />
(Die Schwierigkeiten in der Wüste)</p>
<p><strong>Unsere Worte und Taten</strong><br />
(Beschwerde und Nörgeln)</p>
<p><strong>Unsere oberflächlichen Motive</strong> – persönliche Wünsche, wie z.B. Bedeutung, Sicherheit oder Liebe<br />
(Wir wollen lieber in Ägypten leben als in der Wüste sterben)</p>
<p><strong>Unsere tieferen Motive</strong> – geht es um uns oder um andere?<br />
(Wie kann Mose es wagen, uns nicht das zu geben, was wir wollen?)</p>
<p><strong>Unsere tiefsten Motive</strong> – geht es um uns oder um Gott?<br />
(Wir sind sauer auf Gott)</p>
<p>***</p>
<p>Wenn du mehr über dieses Thema lesen möchtest kannst du dir das Heft auch bei 3L direkt bestellen: <a href="https://www.3lverlag.de/die-kleine-seelsorgereihe/motivationen-nr-3.html">3lverlag.de/die-kleine-seelsorgereihe/motivationen-nr-3.html</a>.</p>
</div><div class="fusion-clearfix"></div></div></div></div></div>
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